Altlastenfreistellung nach thermischer in-situ Sanierung

Thermische in-situ Sanierung mit dem THERIS®-Verfahren auf dem Gelände einer ehemaligen Lederfabrik
reconsite - Thermische Reichweite bei der Bodensanierung
Dienstleister

reconsite GmbH

Auberlenstraße 13 / 70736 Fellbach
Beschreibung

An der ehemaligen Lederfabrik Berninger wurde im Auftrag der HIM-ASG eine durch leichtflüchtige, halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW) bedingte schädliche Bodenverunreinigung durch unsere thermische in-situ Sanierung (TISS) mit dem THERIS®-Verfahren (feste Wärmequellen) beseitigt. Eine zuvor bis zum Jahr 2004 ausgeführte konventionelle Bodenluft- und Grundwassersanierung zeigte nicht in allen belasteten Bereichen einen hinreichenden Sanierungserfolg.

Eine „Status-Quo Untersuchung“ ergab hohe LHKW-Gehalte bis in eine Tiefe von etwa 5,0 m. Diese LHKW-Kontamination befand sich vorwiegend in einer Schicht aus Löß  und Lößlehm. In allen Bohrungen wurde Stauwasser und Schichtwasser festgestellt, das  auch in größere Tiefen eindringt. Insbesondere bei hohen Grundwasserständen war ein Kontakt zwischen LHKW-belasteten Bodenschichten und Grundwasser  gegeben, sodass die chlorierten Kohlenwasserstoffe in das 1. Grundwasserstockwerk eindringen konnten.

Zur Sanierung der LHKW-Belastung wurden von uns im LHKW-Schadensherd feste Wärmequellen zur Aufheizung der schluffig-lehmigen Bodenschicht bis in 5 m Tiefe installiert. Die bis hierhin eingedrungenen LHKW wurden beim Betrieb der Wärmequellen trotz anstehenden Schichtwassers effizient verdampft und mit der Bodenluftabsaugung aus dem Boden zurückgefördert. Im Rahmen der Sanierung wurden die sanierungsrelevanten Prozesse des THERIS®-Verfahrens (TCH) kontinuierlich automatisiert fernüberwacht (z.B. Temperatur, LHKW-Austrag).

Durch die Bodenerwärmung stiegen die LHKW-Konzentrationen in der abgesaugten Bodenluft auf bis zu 2.500 mg/m³ an. Nach nur 43 Tagen Heizbetrieb wurde auf eine „warme“ Bodenluftabsaugung (BLA) ohne Heizbetrieb umgestellt, die nach weiteren 38 Tagen und einem Austrag von etwa 19 kg LHKW erfolgreich beendet wurde.

Durch die thermische in-situ Sanierung mit dem THERIS®-Verfahren gingen die maximalen Bodenbelastungen von 180 mg/kg vor der Sanierung auf max. 5 mg/kg nach der THERIS®-Sanierung zurück. Dies entspricht einer Reduktion der LHKW-Belastung um über 97 % in 2 Monaten. Großteils lagen die Belastungen nach der Sanierung deutlich unter 1 mg/kg. Kontrolluntersuchungen im Nachgang zur Sanierung ergaben, dass durch die thermische in-situ Sanierung erwartungsgemäß alle mobilisierten Schadstoffe gefasst und keine Schadstoffe ins Umfeld verlagert wurden.

Für die thermische in-situ Sanierung wurden rund 21.000 kWh Energie verbraucht, wovon etwa 2/3 auf die 43 Tage Heizbetrieb und 1/3 auf die Bodenluftabsaugung über 81 Tage entfielen. Der schadstoffspezifische Energieverbrauch lag für die thermische in-situ Sanierung zwischen 1.100 kWh/kg LHKW (THERIS®-Betrieb) und 860 kWh/kg LHKW (nachlaufende „warme“ BLA). Die THERIS®-Sanierung kann damit als energieeffizient bewertet werden (Bewertungskriterien LUA NRW).

Nach der THERIS®-Sanierung konnte die Feststellung der Altlast am Standort Berninger aufgehoben werden. Durch die Altlastenfreistellung konnte nach über 25 Jahren Brache ein Investor zur Revitalisierung und Folgenutzung der ehemaligen Lederfabrik gewonnen werden.

Grundwassersanierung
Grundwassersanierung Eigenschaften
Gutachterliche Leistungen: Monitoring
In-Situ-Verfahren: Bodenluftabsaugung, THERIS (feste Wärmequellen)
Behandlungsverfahren: Aktivkohlefiltration
Schadstoffe: CKW / LHKW
sonstige Technische Bedingungen: Steuerungstechnik mit Fernzugriff, Datenspeicherung
Umwelttechnik
Boden- und Gewässserschutz Eigenschaften
Aufgabenbereiche Boden- und Gewässerschutz: Altlasten, Flächenrecycling
Erkundungsstufe: Sanierungsdokumentation
Erkundungsmethoden: Bodensondierungen
Medien: Boden
Schadstoffe: CKW / LHKW
Auftraggeber
Eine Firma der Bodensanierungsarbeiten-Branche aus Biebesheim am Rhein, Deutschland
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